Juratovic: Mindestlohn überfällig

Veröffentlicht am 27.08.2013 in Bundespolitik

„Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist überfällig“, so der Unterländer SPD-Arbeitsmarktpolitiker Josip Juratovic zu einer Studie zu regionalen Mindestlohnwirkungen. Die aktuelle Untersuchung des pestel-Institutes, die im Auftrag der Gewerkschaften ver.di und NGG verfasst wurde, zeigt, dass die zusätzliche Kaufkraft für den Stadt- und Landkreis Heilbronn bei 87,3 Mio. € pro Jahr läge, wenn es einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 € gäbe.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn arbeiten gegenwärtig 20.851 Personen für weniger als 6,50 € Stundenlohn netto. Zusätzlich stehen 30.376 Personen in einem Minijobverhältnis und verdienen weniger als 8,50 € netto pro Stunde.

In ganz Deutschland könnten durch einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn in Höhe von 8,50 € rund 9 Millionen Beschäftigte profitieren. Die zusätzliche Kaufkraft, die durch den Mindestlohn verfügbar wäre, läge in einer Größenordnung von gut 19. Mrd.€ pro Jahr.

Der Heilbronner SPD-Abgeordnete Juratovic betont: „Die Berechnung, wie viel zusätzliche Kaufkraft entstünde, wenn es einen Mindestlohn gäbe, zeigt: Ein Mindestlohn würde nicht nur viele Menschen aus der Erwerbsarmut holen, sondern ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Davon würde ganz massiv die Wirtschaft in unserer Region profitieren!“

Juratovic setzt sich seit langem im Bundestag für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ein: „Wir sehen, dass besonders im Dienstleistungsgewerbe Tarifverträge wenig Wirkung entfalten. In diesen Branchen existieren entweder keine Tarifvertragsparteien oder die Arbeitnehmervertretungen haben nur eine geringe Durchsetzungskraft. Dies benachteiligt vornehmlich Frauen, die Vollzeit zu Niedriglöhnen im Dienstleistungsgewerbe arbeiten und am Ende des Tages auf ergänzende Transferleistungen angewiesen sind, um durch den Monat zu kommen“, so Juratovic. „Ich will den politischen Skandal, dass Menschen von ihrer eigenen Hände Arbeit nicht leben können, endlich beenden!“

 
 

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