Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, in Heilbronn

Veröffentlicht am 04.09.2013 in MdB und MdL

Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Solidarität in Europa hielt der SPD-Politiker Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, in Heilbronn. Er sprach auf Einladung des Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic und seiner Hohenloher Kollegin Annette Sawade vor rund 250 Interessierten: "Wir brauchen Europa zum einen zur Friedenssicherung. Da haben wir Deutschen eine historische Verantwortung. Aber was immer noch den wenigsten bewusst ist: Wir brauchen Europa auch, um weltweit wirtschaftlich mithalten zu können."

Juratovic, der SPD-Berichterstatter im Bundestag für europäische Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ist, wies auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa hin: "In Spanien und Griechenland sind 60 Prozent der Jugendlichen ohne Job. Das können wir uns nicht leisten!" Martin Schulz betonte in seiner Rede ebenfalls: "Wir haben viele Banken gerettet, weil gesagt wurde, sie seien systemrelevant. Für mich ist aber klar: Nichts ist so systemrelevant wie eine ganze Generation von Jugendlichen!"

Schulz und Juratovic sind sich einig: "Wir müssen weg von der reinen Sparpolitik à la Merkel. Hier werden komplette Länder kaputtgespart ohne jegliche Aussicht auf einen wirtschaftlichen Aufschwung." Von Deutschland müsse daher eine andere Europapolitik ausgehen: "Wir müssen die öffentlichen Haushalte sanieren, keine Frage. Aber wir brauchen zusätzlich eine Wirtschafts- und Investitionsstrategie, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden!" Für Juratovic ist abschließend klar: "Eine solche Wende in der Europapolitik ist mit Merkel nicht zu machen. Wenn wir endlich wieder ein Europa wollen, das Chancen schafft und junge Menschen fördert, brauchen wir ab dem 22. September eine SPD-geführte Bundesregierung!"

Heilbronn, den 04. September 2013

 
 

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