Niemand verlässt leichtfertig seine Heimat

Veröffentlicht am 13.02.2014 in Unterwegs

Rainer Hinderer im Gespräch mit Flüchtlingen

Rainer Hinderer besuchte Flüchtlingslager auf Sizilien und Malta

Fast täglich machen sich Menschen aus Nordafrika auf den Weg Richtung Europa. Sie fliehen vor Krieg, Armut und Verfolgung. Kriminelle Schleuserbanden organisieren Fahrten in überfüllten Booten über das Mittelmeer in die südlichen Staaten der Europäischen Union. Oftmals enden diese riskanten Unterfangen tragisch, so fordert etwa der Untergang eines Bootes vor der italienischen Insel Lampedusa vergangenen Oktober rund 300 Todesopfer und löste weltweite Bestürzung aus.

Auch in der Region Heilbronn ist das Thema angekommen. Die Zahl der Asylsuchenden nimmt zu und erst vor einigen Wochen demonstrierten Asylbewerber aus dem Landkreis in der Heilbronner Innenstadt für bessere Lebensbedingungen. Ausländerrechtliche Fragen sind auch ein Schwerpunkt der Arbeit des Petitionsausschusses des Stuttgarter Landtags. Der Heilbronner SPD-Abgeordnete Rainer Hinderer ist dort seit kurzem Mitglied. Um sich ein Bild über die Situation der Menschen in den Auffanglagern in der Mittelmeerregion zu machen, besuchte Hinderer mit einer Landtagsdelegation die Inseln Sizilien und Malta.

In zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen, Regierungsvertretern, Kommunalpolitikern, Sicherheitsbehörden, aber auch Hilfsorganisationen oder dem UN-Flüchtlingskommissariat, konnte sich der Abgeordnete ein umfassendes Bild über die Situation verschaffen. „Alleine in den beiden Tagen, die wir auf Sizilien waren, wurden über 1.000 Menschen im Mittelmeer aus Schlauchbooten von der italienischen Marine aufgegriffen. Dies zeigt die Dimension des Problems, einfach wegsehen kann hier keine Antwort sein“ kommentiert Rainer Hinderer. Aus seiner Sicht ist die Abschottung Europas keine Lösung: “Menschen verlassen nicht leichtfertig ihre Heimat und riskieren ihr Leben. Die EU muss sich dafür einsetzen, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge verbessern und sich dort Perspektiven bieten.“

Entschieden vorgehen muss man auch gegen die Schleuserbanden, die auf dem Rücken der Betroffenen gute Geschäfte machen. Gerade auch Leoluca Orlanda, Bürgermeister von Palermo und bekannter Mafia-Gegner, stellte diesen Punkt besonders heraus. Auch wurde deutlich, dass die lokalen Behörden an ihre Grenzen stoßen und überfordert sind.

Was nimmt Rainer Hinderer nun mit von seiner Reise? „Es waren sehr viele Eindrücke die ich gewonnen habe und es gehen einem viele Gedanken durch den Kopf, wenn man direkt mit den Schicksalen konfrontiert ist. Ich denke, dass es zum einen mehr Menschlichkeit im Umgang mit den Flüchtlingen bedarf und wir zum anderen die Probleme an der Wurzel packen müssen, anstatt Europa zur Festung auszubauen und das Mittelmeer zum Massengrab werden zu lassen.“

 
 

Homepage Rainer Hinderer - Ihr Landtagsabgeordneter für Heilbronn, Flein, Leingarten, Nordheim und Talheim

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